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Bericht zum Aktionstag "Der Sozialstaat gehört allen"

An den Zähnen kannst du es erkennen ...

Nicole Schneidmüller-Gaiser (Diakonie Hagen/Ennepe-Ruhr) interviewt Pfr. Dr. Theo Scholten, über seine Erfahrungen als ehrenamtlicher Arzt der medizinischen Ambulanz.

Nicole Schneidmüller-Gaiser (Diakonie Hagen/Ennepe-Ruhr) interviewt Pfr. Dr. Theo Scholten, über seine Erfahrungen als ehrenamtlicher Arzt der medizinischen Ambulanz.

Alle Menschen haben ein Recht auf Wohnen, Arbeit und Gesundheit. Das ist die zentrale Forderung des bundesweiten Aktionstages „Der Sozialstaat gehört allen“, der am Donnerstag in Hagen auf dem Alfred-Nassau-Platz ausgerufen worden ist.

Aber die Realität sieht anders aus. Einige Menschen mit niedrigen oder sehr geringen Einkommen haben kein Auskommen mit ihrem Einkommen. Andere brauchen für eine Zeit eine Begleitung und Hilfe, um ihr Recht zu bekommen. Vor allem arme und wohnungslose Menschen werden in unserem Sozialstaat ausgegrenzt. Vieles leisten Ehrenamtliche beim Arztmobil (ein Projekt der sozialen Hilfen der Diakonie), in Luthers Waschsalon (ein Projekt der Diakonie Hagen/Ennepe-Ruhr) oder bei der Bahnhofsmission Hagen, damit dieses Anrecht auf Teilhabe dennoch allen Menschen gilt.

„Ehrenamt ist toll und ich bin beeindruckt von dem Einsatz und dem Engagement der Ehrenamtlichen“ – so Dechant Dieter Osthus, als ein Vertreter des Bündnis "Sozial gerechte Stadt Hagen". Superintendent Bernd Becker betont, dass es neben den Ehrenamtlichen die Hauptamtlichen braucht, um professionell helfen zu können. „Als Kirche wollen wir den Menschen in akuter Not helfen, das ist unser Auftrag. Aber wir müssen parallel dazu die Verhältnisse ändern, dass immer weniger in Not kommen“ erklärt Becker.

Damit wollten die Teilnehmer des Aktionstages (Akteure der Verbände und Kommunen) ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen und die Öffentlichkeit auf Missstände und Benachteiligung armer und wohnungsloser Menschen aufmerksam machen.

Bild und Text: Stefanie Elkmann